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Max-Joseph-Saal der Residenz
Rossini: Wilhelm Tell – Ouvertüre
Mendelssohn: Konzert für Violine E-Moll – Allegro molto appassionato
Bruch: Violinkonzert Nr. 1 g-Moll – Adagio; Finale: Allegro energico
Mendelssohn: Symphonie Nr. 4 A-Dur – Allegro
Bizet: Suite aus der Carmen
Strauss II: Frühlingsstimmen-Walzer
Marcelino Rojas – Solo-Violine & Residenz-Solisten
Beim Meisterkonzert „Leidenschaft & Virtuosität der Violine öffnet sich ein Abend voller musikalischer Dramatik und sinnlicher Faszination. Marcelino Rojas, Soloviolinist von internationalem Rang, entfaltet gemeinsam mit den Residenz-Solisten ein Programm, das Herz, Geist und Sinne gleichermaßen verführt.
Rossinis „Wilhelm Tell“-Ouvertüre sprüht von majestätischer Energie, die den historischen Saal in ein pulsierendes Leben taucht.
Mendelssohns Violinkonzert E-Moll bildet das Herzstück des Abends. Das Allegro molto appassionato zeigt die Violine in glühender Intensität: Marcelino Rojas verschmilzt technische Brillanz mit expressiver Tiefe, während die Residenz-Solisten ein feinsinniges, zugleich kraftvolles Klangbett gestalten. Im Anschluss entfaltet Bruchs Violinkonzert seine ganze emotionale Bandbreite: das Adagio verführt mit inniger Lyrik und zarter Spannung, während das Finale Allegro energico mit tänzerischer Virtuosität und sprühender Energie begeistert. Jede Bewegung wird zu einem sinnlich-poetischen Erlebnis, in dem Klang, Raum und Emotionen miteinander verschmelzen.
Das Allegro aus Mendelssohns Symphonie „Italienische“ bringt sonnige Leichtigkeit, tänzerische Rhythmen und strahlende Melodien in den Max-Joseph-Saal. Die Suite aus Bizets „Carmen“ entfaltet temperamentvolle Dramatik, sinnliche Klangfarben und orchestrale Raffinesse, während J. Strauß’ „Frühlingsstimmen“-Walzer den Abend mit federnder Heiterkeit, Eleganz und beschwingter Lebensfreude beschließt.
Dieses Konzert ist eine Einladung, die Welt der Violine in all ihrer Ausdruckskraft, Eleganz und Intensität zu erleben – ein Meisterkonzert, das Maßstäbe setzt und jeden Moment zu einem Fest der Sinne macht.
Rollstuhlfahrerplätze aufgrund begrenzter Kapazitäten nur auf Anfrage.
Max-Joseph-Saal der Residenz
Bruch: Violinkonzert G-Moll - Allegro
Vivaldi: “Der Sommer” aus “Die Vier Jahreszeiten”
Mozart: Ouvertüre aus „Die Zauberflöte“
Mozart: Violinkonzert A-Dur - Rondeau
Brahms: Violinkonzert D-Dur Adagio – Allegro giocoso
Simon Zhu - Solovioline & Residenz-Solisten
Im warmen Kerzenschein des Max-Joseph-Saals entfaltet sich ein Abend voller Klangpoesie: Simon Zhu, Violinist der Extraklasse, führt gemeinsam mit den Residenz-Solisten durch die Jahrhunderte der Violine. Schon der Titel des Konzerts, „Die Violine durch die Jahrhunderte“, zeigt die Wandelbarkeit und den Reichtum des Instruments – von barocker Eleganz über klassisches Strahlen bis hin zu romantischer Tiefe.
Vivaldis „Der Sommer“ aus den „Vier Jahreszeiten“ lässt die Sonne und das Gewitter der venezianischen Landschaft aufleben. Die Solovioline tänzelt über stürmische Läufe, begleitet von funkelndem Ensembleklang.
Mozarts Violinkonzert A-Dur – Rondeau folgt in funkelnder Eleganz. Die Solovioline singt, tanzt, verführt die Ohren mit klarer Artikulation und melodischem Esprit. Simon Zhu bringt die klassische Grazie Mozarts mit kultivierter Technik und einem Hauch von Leichtigkeit zum Leuchten.
Eines der schönsten Konzerte ist zweifelsohne das Bruch Violinkonzert in G-Moll, Allegro: kraftvoll, leidenschaftlich, mit markanten Bögen und dramatischen Wendungen. Zhu gestaltet die melodischen Linien mit dynamischer Präzision, sein Ton klar und ausdrucksstark, begleitet von den Residenz-Solisten, die das orchestrale Fundament mit eleganter Balance und nuancierter Klangfarbe liefern.
Brahms’ Violinkonzert D-Dur schließt den historischen Bogen: das Adagio als Ausdruck innerer Tiefe, das Allegro giocoso mit überschäumender Lebensfreude. Zhu vereint lyrischen Gesang und technische Brillanz, das Ensemble folgt mit kräftigem, dennoch geschmeidigem Klang. Ein Finale, das die Violine durch die Jahrhunderte trägt – von barocker Virtuosität über klassische Eleganz bis hin zu romantischer Expressivität.
So wird das Meisterkonzert im Max-Joseph-Saal zu einer Reise durch Klanggeschichte, getragen von Kerzenschein, interpretatorischer Feinheit und der schillernden Präsenz eines außergewöhnlichen Solisten.
Rollstuhlfahrerplätze aufgrund begrenzter Kapazitäten nur auf Anfrage.
Max-Joseph-Saal der Residenz
Vivaldi: „Die vier Jahreszeiten“ - gesamt
Boccherini: „Fandango“ & „Madrid“ für Gitarre & Streicher
Albeniz: „Asturias“ und weitere berühmte spanische Kompositionen für Gitarre
Mon-Fu Lee - Violine, Leonard Becker -Gitarre & Residenz-Solisten
Spanisch-Italienische Nacht – Ein musikalischer Abend voller Sonne und Leidenschaft
Beginnen wir im barocken Venedig, wo der „rote Priester“ Antonio Vivaldi mit seinen „Vier Jahreszeiten“ Musikgeschichte schrieb. Er war ein Meister darin, die Natur ohne ein einziges Wort sprechen zu lassen. Er war ein Virtuose, der die Grenzen der Violine ausreizte. Die „Vier Jahreszeiten“ sind mehr als nur eine Melodie; es ist ein immersives Erlebnis, das die Erneuerung der Natur direkt in den Konzertsaal bringt.
Isaac Albéniz:„Asturias“Obwohl der Titel „Asturias“ den grünen Norden Spaniens suggeriert, atmet dieses Stück jede Faser des andalusischen Südens. Ursprünglich 1892 für Klavier komponiert, wurde es durch die Transkription für Gitarre – ein Instrument, für das Albéniz oft „auf den Leib“ schrieb – zu einer Ikone der spanischen Musik. Albéniz nannte es ursprünglich schlicht „Leyenda“ (Legende) – ein passender Name für ein Werk, das heute zu den weltweit bekanntesten Melodien der klassischen Musik zählt.
Luigi Boccherinis heimliches Meisterwerk: „La Musica Notturna delle Strade di Madrid“ Stellen Sie sich vor, Sie sitzen an einem offenen Fenster in einer lauen Sommernacht des Jahres 1780. Draußen, in den verwinkelten Gassen Madrids, erwacht ein ganz eigenes Leben. Luigi Boccherini, der italienische Virtuose im spanischen Exil, fängt diese flüchtigen Momente in seinem Streichquintett Op. 30 Nr. 6 ein – ein Werk so exklusiv, dass er glaubte, niemand außerhalb Spaniens könne seinen Zauber wirklich verstehen. Dieses Stück ist mehr als Kammermusik; es ist ein akustisches Gemälde, das die Grenze zwischen Konzertsaal und Straße auflöst. Tauchen Sie ein in eine Welt aus Schatten, Licht und dem unbändigen Rhythmus des alten Spaniens.
Sein berühmter „Fandango“ ist dabei eine regelrechte Provokation des Hofetiketts: Er brachte den leidenschaftlichen, fast schon verführerischen Volkstanz der Straße in die Kammermusik und krönte ihn oft mit dem klappernden Rhythmus echter Kastagnetten.
Rollstuhlfahrerplätze aufgrund begrenzter Kapazitäten nur auf Anfrage.
Max-Joseph-Saal der Residenz
Mozart: Serenade “Eine kleine Nachtmusik”
Tschaikowski: Streicherserenade – Allegro & Walzer
Mendelssohn: „Sommernachtstraum“ - Suite
Rossini: Streicherserenade
Brahms: Ungarischer Tanz
Strauß: „An der schönen blauen Donau“-Walzer
Residenz-Solisten
Wenn im Juni die Abendsonne die Fassaden der Münchner Residenz in warmes Gold taucht und der Max-Joseph-Saal im sanften Glanz seiner Kronleuchter erstrahlt, ist es Zeit für eine Sommer-Serenade. Ein Konzert, das nicht nur Werke aneinanderreiht, sondern Stimmungen fließen lässt – von klassischer Klarheit bis zu romantischer Glut, von tänzerischer Leichtigkeit bis zu überschäumender Wiener Lebensfreude.
Den Auftakt bildet Wolfgang Amadeus Mozarts Serenade „Eine kleine Nachtmusik“, jenes unverwüstliche Meisterwerk, das seit Jahrhunderten wie ein klingendes Emblem des Wiener Klassikstils leuchtet. Schon mit den ersten markanten Akkorden des Allegro ist die Atmosphäre gesetzt: federnde Präzision, gläserne Klarheit und ein Spiel aus Licht und Schatten, das in den sanglichen Mittelsätzen zärtliche Innigkeit entfaltet. Hier zeigt sich die Kunst der Serenade als heitere, doch keineswegs oberflächliche Abendmusik – vielmehr als fein gearbeitete Miniatur voller Eleganz.
Mit der Streicherserenade von Pjotr Iljitsch Tschaikowski - auch russischer Mozart genannt -wechselt die Klangfarbe ins Spätromantische. Das Allegro im Mozart Stil erklingt leidenschaftlich und weit gespannt, mit jener typisch russischen Melancholie, die selbst in beschwingten Passagen einen Hauch Sehnsucht trägt. Der anschließende Walzer wirbelt durch den Saal – graziös, duftig, mit schimmernden Streicherteppichen, die das Publikum unwillkürlich in Bewegung versetzt. Es ist ein Tanz zwischen Noblesse und Gefühlstiefe.
FFelix Mendelssohn Bartholdys Suite aus dem „Sommernachtstraum“ führt in eine Welt flirrender Elfen, nächtlicher Verwirrungen und poetischer Verzauberung. Die Musik, inspiriert von Shakespeares Komödie, zeichnet mit silbrigen Holzbläserlinien und federnden Rhythmen ein Klangbild von märchenhafter Leichtigkeit. Doch stets bleibt ein Hauch romantischer Ironie spürbar, als lausche man einem Traum, der sich im Morgengrauen aufzulösen beginnt
Gioachino Rossinis Streicherserenade bringt italienische Brillanz ins Programm. Mit tänzerischem Esprit und funkelnder Virtuosität entfalten sich die Melodien in geschmeidigen Bögen. Rossinis Sinn für theatrale Effekte ist hier unverkennbar – selbst ohne Bühne entsteht ein dramatisches Spiel aus Spannung und augenzwinkernder Heiterkeit.
Zum glanzvollen Abschluss erklingt Johann Strauß’ Walzer „An der schönen blauen Donau“. Kaum ein Werk vermag das Lebensgefühl des 19. Jahrhunderts so unmittelbar heraufzubeschwören: schwebende Dreivierteltakte und eine Melodie, die sich weit und strahlend über den Raum erhebt. Wie ein musikalisches Feuerwerk breitet sich der Walzer aus, lässt den Sommerabend in festlichem Glanz erstrahlen und entlässt das Publikum beschwingt in die Nacht.
Max-Joseph-Saal der Residenz
Verdi: Ouvertüre aus „Macht des Schicksals“
Mozart: Konzert für Flöte und Harfe - Allegro
Mahler: Symphonie Nr.5 Adagietto
Debussy: Danse sacrée et dance profane
Bizet: „Carmen Fantasy“ für Flöte
Smetana: „Die Moldau“
Offenbach: Can-Can & Barcarole
J.Strauß: “An der schönen blauen Donau” - Walzer
Janine Schöllhorn - Flöte, Emilie Jaulmes - Harfe & Residenz-Solisten
Dieses Konzert führt uns auf eine hochemotionale Reise durch die Opernhäuser und Flusslandschaften Europas, getragen von dramatischer Schicksalshaftigkeit und tänzerischer Eleganz.
Die Reise beginnt mit Verdis Ouvertüre zu „Die Macht des Schicksals“. Das Werk eröffnet mit drei markanten Anfangstöne – dem „Schicksalsmotiv“ und danach erklingen die schönsten Melodien aus der Oper. Anekdote: Verdi war überzeugt, dass auf dieser Oper ein Fluch laste. Tatsächlich starben bei verschiedenen Produktionen Hauptdarsteller auf offener Bühne oder Kulissen stürzten ein. Die packende Ouvertüre ist so intensiv, dass viele Dirigenten sie bis heute mit einer extra Portion Ehrfurcht dirigieren, um das Schicksal nicht herauszufordern.
Einen Moment des puren Friedens schenkt uns Mozarts Konzert für Flöte und Harfe (Allegro). Es ist eines der wenigen Werke der Klassik, das diese beiden ätherischen Instrumente vereint. Anekdote: Mozart schrieb das Doppelkonzert für einen französischen Herzog und dessen Tochter. Obwohl er privat über die „unmögliche“ Kombination der Instrumente lästerte, schuf er eine Partitur, die so schwerelos klingt, als hätten die Engel selbst die Feder geführt.
Tiefste Romantik erleben wir in Mahlers Adagietto aus der 5. Symphonie. Nur für Streicher und Harfe komponiert, ist es eine der berührendsten Liebeserklärungen der Musikgeschichte. Anekdote: Mahler schickte das Manuskript ohne ein einziges Wort an seine zukünftige Frau Alma. Sie verstand die Musik als Heiratsantrag. Weltberühmt wurde das Stück später durch den Film „Tod in Venedig“, doch für Mahler war es kein Abgesang, sondern ein glühendes Versprechen ewiger Liebe.
Die Stimmung schlägt um in spanisches Feuer mit der „Carmen Fantasy“ für Flöte. Basierend auf Bizets Oper, fordert dieses Werk vom Solisten artistische Höchstleistungen. Heute gehören die feurigen Rhythmen der Habanera und das Zigeunerlied zu den populärsten Melodien der Welt, hier virtuos auf die Flöte übertragen.
Wir folgen dem Lauf des Wassers mit Smetanas „Die Moldau“. Vom ersten Plätschern zweier kleiner Quellen wächst die Musik zu einem mächtigen Strom an, der an Jagdszenen und einer Bauernhochzeit vorbeizieht. Anekdote: Als Smetana dieses Nationalepos schrieb, war er bereits vollkommen taub. Er hörte das Tosen der St. Johann-Stromschnellen nur noch in seiner Vorstellung – ein Zeugnis ungeheurer kreativer Kraft trotz körperlichen Leids.
Den glanzvollen Abschluss bilden die Meister der Unterhaltung. Offenbach entführt uns erst mit der verträumten „Barcarole“ in eine Gondel nach Venedig, bevor der berüchtigte „Can-Can“ das Pariser Nachtleben zelebriert. Anekdote: Der Can-Can galt bei seiner Entstehung als so skandalös und unsittlich, dass die Polizei in den Tanzlokalen kontrollierte, ob die Beine der Tänzerinnen zu hoch flogen.
Max-Joseph-Saal der Residenz
Chopin: Scherzo Nr. 2, B-Moll
Bach/Rachmaninov: Partita Nr. 3
Gershwin: 18 Lieder für Klavier
Gershwin: Porgy und Bess - Summertime, Bess, you is my woman now, It aint necessarily so
Gershwin: 3 Preludes
Jazzstandard & Improvisation
Residenz-Solist: Frank Fan Ming Ling - Klavier
Von Chopin bis Gershwin – wenn Klassik zu Jazz wird
Das moderne Jazz-Klavierkonzert ist eigentlich kein radikaler Neuanfang, sondern eine spannende Weiterentwicklung der klassischen Tradition. Die Klarheit von Johann Sebastian Bach, die poetische Lyrik von Frédéric Chopin und die große romantische Klangfülle von Sergei Rachmaninow führen Schritt für Schritt zu der Freiheit, die wir im Jazz hören.
Rachmaninow, oft als „letzter Romantiker“ bezeichnet, verehrte Chopin zutiefst. Für ihn war Chopin das ideale Vorbild: brillante Klaviertechnik, verbunden mit tiefem Gefühl. In seinen Variationen über ein Thema von Chopin ließ Rachmaninow Chopins zarte Melodien in einer neuen, größeren Klangwelt aufleuchten.
Als Rachmaninow 1918 in die USA emigrierte, begegnete er dort einer ganz neuen musikalischen Energie: dem Jazz. Überraschend offen verfolgte er diese Entwicklung. Besonders bewunderte er George Gershwin, dessen Musik Klassik, Blues und Jazz miteinander verband. Rachmaninow hörte begeistert Gershwins Werke und war sogar Gast bei Konzerten, die diese neue Mischung aus Klassik und Jazz präsentierten.
So entsteht eine musikalische Linie:
von Chopins poetischem Klavierstil über Rachmaninows große romantische Klangwelt bis zu Gershwins „sinfonischem Jazz“.
Im Jazz selbst spielt ein weiteres Element eine wichtige Rolle: die Improvisation. Ein sogenannter Jazzstandard ist dabei das bekannte musikalische Thema – gewissermaßen das gemeinsame Fundament. Die Musiker nehmen dieses Thema und erfinden im Moment neue Melodien darüber. Es ist ein bisschen wie ein Gespräch: Das Thema gibt den Ausgangspunkt, die Improvisation bringt die persönliche, spontane Geschichte.
So spannt sich der Bogen von der klassischen Klaviertradition bis zur freien, funkelnden Welt des Jazz.
Max-Joseph-Saal der Residenz
Mozart: “Die Zauberflöte” - Ouvertüre
Mozart: “Eine kleine Nachtmusik”
J. Strauß: “Die Fledermaus” - Ouvertüre
J. Strauß: “Die Jagd” - Polka
J. Strauß: "An der schönen blauen Donau - Walzer
J. Strauß: “Tritsch-Tratsch”, “Pizzicato” & weitere Schnellpolkas
Residenz-Solisten
Johann Strauß mit einer Hommage an den von ihm verehrten Mozart
Obwohl Vater Johann Strauß selbst ein berühmter Komponist ist, will er unter keinen Umständen, dass sein Sohn Musiker wird. Stattdessen schickt er den jungen Johann auf das Polytechnikum, damit er eine solide Laufbahn als Bankbeamter einschlägt. ´Der Plan geht nicht auf: Heimlich übt „Schani“ mit Unterstützung seiner Mutter Geige. Als der Vater ihn eines Tages beim verbotenen Musizieren erwischt, soll er ihn zur Strafe sogar verprügelt haben. Doch anstatt den Jungen abzuschrecken, bestärkt ihn die Episode nur noch mehr darin, seinen eigenen Weg zu gehen. Dass dieser Weg in die Musik führen wird, zeigt sich früh: Schon im Alter von sechs Jahren improvisiert Johann angeblich seinen ersten Walzer.
Strauß bezeichnete Mozart oft als den „Gott der Musik“ und betonte, dass dessen Klarheit und Melodienreichtum für ihn unerreicht blieben.
Die musikalischen Parallelen zwischen Johann Strauß und Mozart zeigen sich vor allem in der Leichtigkeit der Melodieführung, der klaren formalen Struktur und dem Bestreben, Unterhaltungsmusik auf ein konzertantes Niveau zu heben.
Strauß sammelte Mozarts Partituren: Die Hochzeit des Figaro, Don Giovanni und Die Zauberflöte nicht nur als Sammlerstück. Sein Bruder Eduard berichtete später, dass Johann oft bis spät in die Nacht über Mozart-Partituren saß, um „das Geheimnis der Mozarten'schen Klarheit“ zu ergründen. Dies führte dazu, dass er sogar in seinen eigenen Partituren kleine handschriftliche Notizen oder Querverweise zu Mozart-Themen hinterließ.
Besonders in seinen Bühnenwerken wie „Die Fledermaus“ orientierte sich Strauß an der Dramaturgie von Mozarts Figaro. Die Art und Weise, wie Ensembleszenen aufgebaut sind und Charaktere durch musikalische Motive psychologisch gezeichnet werden, spiegelt Mozarts Einfluss.
Max-Joseph-Saal der Residenz
Mozart: Fagottkonzert
Haydn: Symphonie “La chasse”
J. Strauß: “Fledermaus”-Ouvertüre
J. Strauß: “Frühlingsstimmen” - Walzer
J. Strauß: “An der schönen blauen Donau” - Walzer
J. Strauß: “Tritsch-Tratsch”, “Pizzicato” & weitere Schnellpolkas
Kaspar Reh - Fagott & Residenz-Solisten
Wien – Johann Strauß und seine Hommage an Mozart
Wenn in Wien die Musik erklingt, schwingt immer auch der Geist von Wolfgang Amadeus Mozart mit. Für Johann Strauss war Mozart nichts Geringeres als der „Gott der Musik“. Seine Klarheit, seine melodische Eleganz und sein unvergleichlicher Sinn für musikalisches Theater wurden für den Walzerkönig zum künstlerischen Maßstab.
Schon früh zeigt sich Mozarts Genie im Fagottkonzert B-Dur KV 191, dem ersten Konzert, das er für ein Blasinstrument schrieb – mit gerade einmal achtzehn Jahren. Mozart behandelt das Instrument dabei wie eine Opernstimme – voller Witz, virtuoser Beweglichkeit und zugleich von berührender lyrischer Wärme.
Auch Johann Strauß’ eigener Weg in die Musik war alles andere als selbstverständlich. Sein Vater, der berühmte Kapellmeister Johann Strauß, wollte den Sohn keinesfalls als Musiker sehen und schickte ihn auf das Polytechnikum, um eine solide bürgerliche Karriere einzuschlagen. Doch der junge „Schani“ übte heimlich Geige – unterstützt von seiner Mutter. Schon als Kind improvisierte er angeblich seine ersten Walzermelodien.
Mozarts Einfluss begleitete Strauß sein ganzes Leben. Er sammelte die Partituren von Opern wie Die Hochzeit des Figaro, Don Giovanni und Die Zauberflöte und studierte sie bis tief in die Nacht. Sein Bruder Eduard Strauss berichtete später, Johann habe versucht, „das Geheimnis der Mozartischen Klarheit“ zu ergründen – und hinterließ in seinen eigenen Partituren gelegentlich kleine Notizen und Querverweise zu Mozart.
Besonders deutlich wird diese Bewunderung in Strauß’ Bühnenwerken. In der Operette Die Fledermaus etwa zeigt sich ein feines Gespür für Ensembleführung und musikalische Charakterzeichnung – ganz im Geiste Mozarts.
So spannt sich in diesem Konzertabend ein Bogen durch die Wiener Musikgeschichte: von der klassischen Eleganz Mozarts bis zur funkelnden Walzerseligkeit des Strauß. Zwei Meister, verbunden durch jene unverwechselbare Mischung aus Leichtigkeit, Melodie und musikalischem Esprit, die den Klang Wiens bis heute prägt.
Max-Joseph-Saal der Residenz
Bach: Solosonate
Mozart: Sonate
Franck: Sonate
Paganini: “La Campanella”
Gershwin: “Summertime”
Simon Zhu - Violine
Der Star des Abends ist Simon Zhu, ein Geiger von heute mit der narrativen Kraft alter Meister auf der Bühne. Mit seinem ersten Geigenunterricht mit sechs Jahren begann eine Reise, die ihn auf die großen internationalen Podien führte – von der Berliner Philharmonie bis zu Wettbewerbsbühnen rund um die Welt. Schon früh gewann er erste Preise, etwa beim Internationalen Georg‑Philipp‑Telemann‑Wettbewerb in Posen und beim Zhuhai Mozart‑Wettbewerb, noch bevor er mit dem Menuhin‑Wettbewerb und schließlich dem prestigeträchtigen Premio Paganini triumphierte. Beim letzteren errang er 2023 nicht nur den ersten Preis, sondern auch den Sonderpreis für das beste Paganini‑Konzert – und spielte auf Paganinis legendärer “Il Cannone”‑Violine vor König Charles III. selbst.
Johann Sebastian Bach schuf mit seinen Solosonaten und Partiten für Violine einen Meilenstein der gesamten Violinkunst. Werke wie die E-Dur Partita entfalten eine ganze Welt aus Akkorden, mehrstimmigen Linien. Bach zwingt die Violine gewissermaßen, wie ein kleines Orchester zu klingen. Überliefert ist, dass Bach sie selbst gern im kleinen Kreis spielte – auf der Violine oder auch am Clavichord –, um zu zeigen, dass ein einziges Instrument ausreichen kann, um ein ganzes musikalisches Universum zu erschaffen.
Wolfgang Amadeus Mozart war in einer Phase der Rebellion. Die A-Dur Sonate KV 301 ist mehr als eine „nette“ Sonate; sie ist das Dokument eines jungen Genies, das die alten Fesseln sprengt. Sie hören hier den Beginn einer neuen Ära der Kammermusik, in der sich zwei Instrumente auf Augenhöhe begegnen – leichtfüßig, geistreich und voller „Mannheimer“ Esprit.
Im 19. Jahrhundert führt César Franck die Kammermusik in eine neue Klangwelt. Seine Sonate für Violine und Klavier in A-Dur gehört heute zu den bedeutendsten Werken der Gattung. Berühmt ist sie vor allem für ihre wundervollen emotionsgeladenen Melodien. Franck schrieb das Werk als Hochzeitsgeschenk für den berühmten Geiger Eugène Ysaÿe. Am Morgen der Trauung überreichte er ihm das frisch vollendete Manuskript. Ysaÿe war so begeistert, dass er die Sonate noch am selben Tag – nach nur kurzer Probe – vor den Hochzeitsgästen spielte. Damit begann der Siegeszug eines Werkes, das bis heute zu den Höhepunkten der romantischen Kammermusik zählt.
Noch virtuoser wird es bei Niccolò Paganini, dessen Name im 19. Jahrhundert geradezu legendären Klang hatte. Sein Stück „La Campanella“, ursprünglich der Schlusssatz seines zweiten Violinkonzerts, verdankt seinen Namen dem kleinen Glöckchen im Orchester, das den hellen, funkelnden Ton der Solovioline spiegelt. Die Violine springt hier in extreme Höhen, während der Bogen in rasanten Sprüngen über die Saiten tanzt. Paganinis Virtuosität war so überwältigend, dass sich um seine Person zahlreiche Legenden rankten. Viele Zuhörer glaubten ernsthaft, er habe einen Pakt mit dem Teufel geschlossen, um solche Fähigkeiten zu erlangen. Berichten zufolge machten manche Zuschauer während seiner Konzerte sogar das Kreuzzeichen, weil sie überzeugt waren, hinter dem Geiger stehe eine dunkle Gestalt, die seine Hand führe.
Den Abschluss bildet schließlich „Summertime“, jene schwebende, scheinbar zeitlose Melodie aus George Gershwins Oper Porgy and Bess. Das Lied klingt, als stamme es aus einer langen Tradition von Spirituals und Volksliedern, als wäre es über Generationen hinweg weitergegeben worden. Doch tatsächlich ist es vollständig neu komponiert. Gershwin erschafft hier gewissermaßen eine musikalische Erinnerung: ein Lied, das wirkt, als habe es schon immer existiert. Vielleicht liegt gerade darin sein Geheimnis. Wenn „Summertime“ erklingt, scheint es weniger wie eine neue Melodie als vielmehr wie etwas, das man längst kennt – als müsse man sich nur daran erinnern.
Rollstuhlfahrerplätze aufgrund begrenzter Kapazitäten nur auf Anfrage.
Max-Joseph-Saal der Residenz
Mozart: Konzert für Flöte G-Dur
Cimarosa: Konzert für Flöte und Oboe
Salieri: Symphonie Veneziana – Allegro
J. Strauß: "Fledermaus" - Ouvertüre
J.Strauß: „Die Jagd“ – Schnellpolka
J. Strauß: "Tritsch-Tratsch", "Pizzicato" & weitere Schnellpolkas
Michael Kofler - Soloflöte, Giovanni De Angeli – Oboe & Residenz-Solisten
Von Venedig nach Wien
Den glanzvollen Auftakt bildet Antonio Salieris „Symphonie Veneziana“. Im Gegensatz zum düsteren Film-Mythos zeigt uns das Allegro, warum Salieri der Liebling des Wiener Hofes war: Seine Musik atmet den spritzigen Geist Venedigs und bereitet die Bühne mit purer italienischer Lebensfreude. Dass die Holzbläser in dieser Epoche ihre goldene Ära erlebten, beweist danach Domenico Cimarosa. In seinem Konzert für Flöte und Oboe entspinnt sich ein neckischer Dialog zwischen den beiden Soloinstrumenten, der fast wie eine Szene aus einer komischen Oper wirkt – ein musikalisches Gespräch auf Augenhöhe.
Dass man für ein Instrument wahre Wunderwerke schaffen kann, selbst wenn man mit ihm „auf Kriegsfuß“ steht, beweist Wolfgang Amadeus Mozart. Trotz seiner angeblichen Abneigung gegen die Flöte komponierte er mit dem Flötenkonzert G-Dur ein Werk von solcher Brillanz und Anmut, dass es heute zum unangefochtenen Standardrepertoire gehört. Es schließt den klassischen Teil des Abends mit jener göttlichen Leichtigkeit ab, die nur Mozart eigen ist.
Nach der Pause wechseln wir vom Hofzeremoniell in den Tanzsaal und feiern den „Walzerkönig“. Die Ouvertüre zur „Fledermaus“ entführt uns mitten hinein in die goldene Ära der Wiener Operette – ein Werk, das Johann Strauß in einem wahren Kompositionsrausch von nur 42 Tagen schuf. Danach wird es spielerisch: Während die „Pizzicato-Polka“ durch das feine Zupfen der Saiten eine fast magische, federleichte Atmosphäre erzeugt, spiegelt die „Tritsch-Tratsch-Polka“ den rasanten Klatsch der Wiener Gesellschaft wider. Strauß komponierte sie als humorvolle Antwort auf die Gerüchte, die die Boulevardpresse damals über sein turbulentes Privatleben verbreitete.
Den krönenden Abschluss bildet die heimliche Hymne Österreichs: „An der schönen blauen Donau“. Kaum zu glauben, dass dieser Welthit bei seiner Uraufführung als Chorwalzer fast durchgefallen wäre. Erst als reine Instrumentalversion trat er seinen Siegeszug um den Globus an und wurde zum Symbol für das Wiener Lebensgefühl schlechthin.
Rollstuhlfahrerplätze aufgrund begrenzter Kapazitäten nur auf Anfrage.
