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Meisterkonzert im Max-Joseph Saal bei Kerzenschein
Verdi: Ouvertüre aus „Macht des Schicksals“
Mozart: Konzert für Flöte und Harfe - Allegro
Mahler: Symphonie Nr.5 Adagietto
Debussy: Danse sacrée et dance profane
Bizet: „Carmen Fantasy“ für Flöte
Smetana: „Die Moldau“
Offenbach: Can-Can & Barcarole
J.Strauß: “An der schönen blauen Donau” - Walzer
Janine Schöllhorn - Flöte, Emilie Jaulmes - Harfe & Residenz-Solisten
Dieses Konzert führt uns auf eine hochemotionale Reise durch die Opernhäuser und Flusslandschaften Europas, getragen von dramatischer Schicksalshaftigkeit und tänzerischer Eleganz.
Die Reise beginnt mit Verdis Ouvertüre zu „Die Macht des Schicksals“. Das Werk eröffnet mit drei markanten Anfangstöne – dem „Schicksalsmotiv“ und danach erklingen die schönsten Melodien aus der Oper. Anekdote: Verdi war überzeugt, dass auf dieser Oper ein Fluch laste. Tatsächlich starben bei verschiedenen Produktionen Hauptdarsteller auf offener Bühne oder Kulissen stürzten ein. Die packende Ouvertüre ist so intensiv, dass viele Dirigenten sie bis heute mit einer extra Portion Ehrfurcht dirigieren, um das Schicksal nicht herauszufordern.
Einen Moment des puren Friedens schenkt uns Mozarts Konzert für Flöte und Harfe (Allegro). Es ist eines der wenigen Werke der Klassik, das diese beiden ätherischen Instrumente vereint. Anekdote: Mozart schrieb das Doppelkonzert für einen französischen Herzog und dessen Tochter. Obwohl er privat über die „unmögliche“ Kombination der Instrumente lästerte, schuf er eine Partitur, die so schwerelos klingt, als hätten die Engel selbst die Feder geführt.
Tiefste Romantik erleben wir in Mahlers Adagietto aus der 5. Symphonie. Nur für Streicher und Harfe komponiert, ist es eine der berührendsten Liebeserklärungen der Musikgeschichte. Anekdote: Mahler schickte das Manuskript ohne ein einziges Wort an seine zukünftige Frau Alma. Sie verstand die Musik als Heiratsantrag. Weltberühmt wurde das Stück später durch den Film „Tod in Venedig“, doch für Mahler war es kein Abgesang, sondern ein glühendes Versprechen ewiger Liebe.
Die Stimmung schlägt um in spanisches Feuer mit der „Carmen Fantasy“ für Flöte. Basierend auf Bizets Oper, fordert dieses Werk vom Solisten artistische Höchstleistungen. Heute gehören die feurigen Rhythmen der Habanera und das Zigeunerlied zu den populärsten Melodien der Welt, hier virtuos auf die Flöte übertragen.
Wir folgen dem Lauf des Wassers mit Smetanas „Die Moldau“. Vom ersten Plätschern zweier kleiner Quellen wächst die Musik zu einem mächtigen Strom an, der an Jagdszenen und einer Bauernhochzeit vorbeizieht. Anekdote: Als Smetana dieses Nationalepos schrieb, war er bereits vollkommen taub. Er hörte das Tosen der St. Johann-Stromschnellen nur noch in seiner Vorstellung – ein Zeugnis ungeheurer kreativer Kraft trotz körperlichen Leids.
Den glanzvollen Abschluss bilden die Meister der Unterhaltung. Offenbach entführt uns erst mit der verträumten „Barcarole“ in eine Gondel nach Venedig, bevor der berüchtigte „Can-Can“ das Pariser Nachtleben zelebriert. Anekdote: Der Can-Can galt bei seiner Entstehung als so skandalös und unsittlich, dass die Polizei in den Tanzlokalen kontrollierte, ob die Beine der Tänzerinnen zu hoch flogen.
Festliches Abschlusskonzert
Verdi: Ouvertüre aus „Nabucco“
Vivaldi: „Der Herbst“ aus „Die vier Jahreszeiten”
Mozart: Konzert für Flöte D-Dur
Beethoven: Symphonie Nr. 3 „Eroica“
Michael Kofler – Soloflöte MPhil & Residenz Solisten
Konzertprogramm – Vom Barock zur Romantik ?
Ouvertüre aus Nabucco – Giuseppe Verdi
Verdis Ouvertüre zu Nabucco sprüht vor Dramatik und Intensität und zieht das Publikum sofort in die Welt der biblischen Geschichte. Nabucco war die Oper, die Verdi 1842 erstmals zu großem Ruhm verhalf, und bereits die Ouvertüre kündigt die emotionale Bandbreite des gesamten Werkes an. Anekdotisch wird berichtet, dass das Publikum bei den ersten Aufführungen derart von der majestätischen Kraft der Ouvertüre bewegt war, dass viele still standen, bevor der erste Akt überhaupt begann. Die heroischen Gesten und kraftvollen Themen bereiten den perfekten Einstieg für ein Programm, das von barocker Eleganz zur romantischen Dramatik führt.
Flötenkonzert – Antonio Vivaldi
Vivaldis Flötenkonzert zeigt die Brillanz des Barockflötenspiels, eines Instruments, das als zugleich zart und ausdrucksstark galt. Seine Konzerte enthalten oft virtuose Passagen, die die Grenzen der Spielertechnik herausfordern. Legenden zufolge schrieb Vivaldi, der wegen seiner roten Haare „der rote Priester“ genannt wurde, manchmal kurzfristig Passagen speziell, um seine Schülerinnen am Ospedale della Pietà zu prüfen. Das Wechselspiel zwischen Solist und Orchester in diesem Konzert vermittelt die lebendige Energie der venezianischen Barockmusik, mit lyrischen Melodien und funkelnden, rhythmisch lebhaften Abschnitten.
Konzert für Flöte D-Dur – Wolfgang Amadeus Mozart
Mozarts Flötenkonzert in D-Dur ist ein Musterbeispiel für die Eleganz und Klarheit der Wiener Klassik. Es wurde 1778 für den niederländischen Flötisten Ferdinand De Jean komponiert und besticht durch seine geschmeidigen Melodien und den feinen Dialog zwischen Solist und Orchester. Interessanterweise soll Mozart beim Komponieren unterwegs unter großem Zeitdruck gestanden haben und in Briefen an seinen Vater von den „unersättlichen Forderungen“ des Flötisten berichtet haben. Trotz dieser Schwierigkeiten strahlt das Konzert Leichtigkeit, Charme und virtuose Brillanz aus und fasziniert bis heute durch seine lyrischen, fast gesanglichen Themen.
Symphonie Nr. 3 – Eroica – Ludwig van Beethoven
Beethovens Eroica gilt als revolutionäres Werk, das die Sinfonik neu definierte. Ursprünglich Napoleon Bonaparte gewidmet, soll Beethoven die Widmung zerrissen haben, als Napoleon sich zum Kaiser krönte. Die Sinfonie eröffnet mit heroischen Motiven, spannungsvollen Harmonien und kühnen rhythmischen Figuren. Der zweite Satz, das Trauermarsch-Thema, kontrastiert Tragik mit Triumph, während der Finalsatz vor Freude, Witz und Lebenslust sprüht. Die Eroica verkörpert Beethovens Vorstellung von Musik als Ausdruck menschlicher Größe und emotionaler Tiefe und ist ein zentraler Meilenstein des romantischen Sinfonie-Repertoires.
Dieses Programm nimmt das Publikum mit auf eine musikalische Reise durch die Jahrhunderte: von Vivaldis barocker Virtuosität und Mozarts klassischer Eleganz über Verdis operatische Dramatik bis hin zu Beethovens wegweisender romantischer Vision – ein Abend voller Geschichte, Emotion und musikalischem Abenteuer.
Festkonzert im Cuvilliés-Theater
Mozart: Ouvertüre aus “Don Giovanni”
Beethoven: 5. "Schicksal” Allegro con brio
Beethoven: Klavierkonzert Nr.4 G-Dur
Dvorak: “Aus der Neuen Welt” - Suite
Vivien Walser - Klavier & Residenz-Solisten
Im goldschimmernden Rokoko des Cuvilliés-Theater beginnt der Abend mit einem musikalischen Donnerschlag. Die Ouvertüre zu Don Giovanni von Wolfgang Amadeus Mozart fährt mit jenen dantesken, markerschütternden Akkorden in den Raum, die bereits das unheilvolle Erscheinen des „Steinernen Gastes“ vorwegnehmen, bevor sie in ein rastloses, fast dämonisches Allegro übergeht. Sie fängt die gesamte Spannweite der Oper zwischen Tragik und Komödie perfekt ein.
Mozart war ein Meister der Deadline-Arbeit. Die Legende besagt, dass er die Ouvertüre erst in der Nacht vor der Uraufführung (Prag, 1787) niederschrieb, während seine Frau Constanze ihm Punsch reichte und Geschichten erzählte, um ihn wachzuhalten. Die Kopisten erhielten die Noten erst am nächsten Morgen, und das Orchester musste das komplexe Stück am Abend quasi vom Blatt spielen.
Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr. 5 c-Moll „Schicksal“ (1. Satz: Allegro con brio)
Das wohl berühmteste Motiv der Musikgeschichte – das Vier-Töne-Motiv – dominiert den gesamten ersten Satz. Es ist eine Musik von beispielloser Verdichtung und Energie, die sich aus einem winzigen Kern zu einem gewaltigen Klangstrom entwickelt. Der Beiname „Schicksalssymphonie“ stammt von Beethovens Sekretär Anton Schindler, der behauptete, Beethoven hätte über den Anfang gesagt: „So pocht das Schicksal an die Pforte!“ Ironischerweise war die Uraufführung 1808 ein Desaster: Das Publikum fror im ungeheizten Theater an der Wien, und das Orchester war nach vier Stunden Programm völlig überfordert.
Ganz andere Töne schlägt anschließend Beethovens Viertes Klavierkonzert in G-Dur an, eines der poetischsten und innigsten Werke seines Œuvres. Statt eines lauten orchestralen Auftakts beginnt das Konzert mit einer leisen, fast intimen Geste: Das Klavier allein hebt mit sanften, lyrischen Akkorden an, als entstünde die Musik aus einem stillen Gedanken. Erst danach antwortet das Orchester – ein überraschender Perspektivwechsel, der das Verhältnis zwischen Solist und Ensemble neu definiert. Bei der Uraufführung saß Beethoven selbst am Klavier, obwohl sein Gehör bereits stark nachließ; es sollte sein letzter Auftritt als Solist mit Orchester bleiben. Zeitgenossen berichten, er habe mit solcher Energie gespielt, dass er bei einer ausladenden Bewegung die Leuchter vom Instrument stieß. Die herbeieilenden Chorknaben, die die Kerzen hielten, bekamen beim nächsten Einsatz erneut einen Stoß ab, woraufhin im Saal Gelächter ausbrach. Beethoven jedoch reagierte ungehalten: Nach wenigen Takten ließ er das Orchester abbrechen und begann den Satz kurzerhand von vorn. So verbindet dieser Konzertabend drei Werke, die nicht nur musikalische Meilensteine sind, sondern auch Geschichten erzählen – von nächtlichen Kompositionswundern, chaotischen Premieren und dem ungestümen Temperament eines Genies.
Meisterkonzert im Max-Joseph Saal bei Kerzenschein
Chopin: Scherzo Nr. 2, B-Moll
Bach/Rachmaninov: Partita Nr. 3
Gershwin: 18 Lieder für Klavier
Gershwin: Porgy und Bess - Summertime, Bess, you is my woman now, It aint necessarily so
Gershwin: 3 Preludes
Jazzstandard & Improvisation
Residenz-Solist: Frank Fan Ming Ling - Klavier
Von Chopin bis Gershwin – wenn Klassik zu Jazz wird
Das moderne Jazz-Klavierkonzert ist eigentlich kein radikaler Neuanfang, sondern eine spannende Weiterentwicklung der klassischen Tradition. Die Klarheit von Johann Sebastian Bach, die poetische Lyrik von Frédéric Chopin und die große romantische Klangfülle von Sergei Rachmaninow führen Schritt für Schritt zu der Freiheit, die wir im Jazz hören.
Rachmaninow, oft als „letzter Romantiker“ bezeichnet, verehrte Chopin zutiefst. Für ihn war Chopin das ideale Vorbild: brillante Klaviertechnik, verbunden mit tiefem Gefühl. In seinen Variationen über ein Thema von Chopin ließ Rachmaninow Chopins zarte Melodien in einer neuen, größeren Klangwelt aufleuchten.
Als Rachmaninow 1918 in die USA emigrierte, begegnete er dort einer ganz neuen musikalischen Energie: dem Jazz. Überraschend offen verfolgte er diese Entwicklung. Besonders bewunderte er George Gershwin, dessen Musik Klassik, Blues und Jazz miteinander verband. Rachmaninow hörte begeistert Gershwins Werke und war sogar Gast bei Konzerten, die diese neue Mischung aus Klassik und Jazz präsentierten.
So entsteht eine musikalische Linie:
von Chopins poetischem Klavierstil über Rachmaninows große romantische Klangwelt bis zu Gershwins „sinfonischem Jazz“.
Im Jazz selbst spielt ein weiteres Element eine wichtige Rolle: die Improvisation. Ein sogenannter Jazzstandard ist dabei das bekannte musikalische Thema – gewissermaßen das gemeinsame Fundament. Die Musiker nehmen dieses Thema und erfinden im Moment neue Melodien darüber. Es ist ein bisschen wie ein Gespräch: Das Thema gibt den Ausgangspunkt, die Improvisation bringt die persönliche, spontane Geschichte.
So spannt sich der Bogen von der klassischen Klaviertradition bis zur freien, funkelnden Welt des Jazz.
Meisterkonzert im Max-Joseph Saal bei Kerzenschein
Mozart: “Die Zauberflöte” - Ouvertüre
Mozart: “Eine kleine Nachtmusik”
J. Strauß: “Die Fledermaus” - Ouvertüre
J. Strauß: “Die Jagd” - Polka
J. Strauß: "An der schönen blauen Donau - Walzer
J. Strauß: “Tritsch-Tratsch”, “Pizzicato” & weitere Schnellpolkas
Residenz-Solisten
Johann Strauß mit einer Hommage an den von ihm verehrten Mozart
Obwohl Vater Johann Strauß selbst ein berühmter Komponist ist, will er unter keinen Umständen, dass sein Sohn Musiker wird. Stattdessen schickt er den jungen Johann auf das Polytechnikum, damit er eine solide Laufbahn als Bankbeamter einschlägt. ´Der Plan geht nicht auf: Heimlich übt „Schani“ mit Unterstützung seiner Mutter Geige. Als der Vater ihn eines Tages beim verbotenen Musizieren erwischt, soll er ihn zur Strafe sogar verprügelt haben. Doch anstatt den Jungen abzuschrecken, bestärkt ihn die Episode nur noch mehr darin, seinen eigenen Weg zu gehen. Dass dieser Weg in die Musik führen wird, zeigt sich früh: Schon im Alter von sechs Jahren improvisiert Johann angeblich seinen ersten Walzer.
Strauß bezeichnete Mozart oft als den „Gott der Musik“ und betonte, dass dessen Klarheit und Melodienreichtum für ihn unerreicht blieben.
Die musikalischen Parallelen zwischen Johann Strauß und Mozart zeigen sich vor allem in der Leichtigkeit der Melodieführung, der klaren formalen Struktur und dem Bestreben, Unterhaltungsmusik auf ein konzertantes Niveau zu heben.
Strauß sammelte Mozarts Partituren: Die Hochzeit des Figaro, Don Giovanni und Die Zauberflöte nicht nur als Sammlerstück. Sein Bruder Eduard berichtete später, dass Johann oft bis spät in die Nacht über Mozart-Partituren saß, um „das Geheimnis der Mozarten'schen Klarheit“ zu ergründen. Dies führte dazu, dass er sogar in seinen eigenen Partituren kleine handschriftliche Notizen oder Querverweise zu Mozart-Themen hinterließ.
Besonders in seinen Bühnenwerken wie „Die Fledermaus“ orientierte sich Strauß an der Dramaturgie von Mozarts Figaro. Die Art und Weise, wie Ensembleszenen aufgebaut sind und Charaktere durch musikalische Motive psychologisch gezeichnet werden, spiegelt Mozarts Einfluss.
Festkonzert im Cuvilliés-Theater
Mozart: Klavierkonzert B-Dur KV 595
Chopin: Polonaise
Beethoven: Symphonie Nr.1 C-Dur
Grieg: Peer Gynt – Suite
Misora Ozaki - Klavier & Residenz-Solisten
Im Januar 1791 vollendet Wolfgang Amadeus Mozart in Wien sein letztes Klavierkonzert – das B-Dur-Konzert KV 595. Die Musik wirkt licht, gelassen und von stiller Eleganz. Bei der Uraufführung sitzt Mozart selbst am Fortepiano – es wird sein letzter öffentlicher Auftritt als Pianist. Im Finale erklingt eine schlichte, beinahe liedhafte Melodie, die später in seinem Lied „Sehnsucht nach dem Frühling“ wiederkehrt: „Komm, lieber Mai…“. In dieser Musik liegt ein besonderer Zauber – ein leiser Abschied und zugleich die Hoffnung auf neues Erwachen.
Mit seiner Ersten Symphonie bringt Ludwig van Beethoven frische Energie und kühne Klangfarben in den Saal. Bereits in diesem frühen Werk zeigt sich der unverwechselbare Geist des jungen Komponisten: elegante Melodik verbindet sich mit rhythmischer Spannung und überraschenden harmonischen Wendungen. Die Symphonie sprüht vor Vitalität und lässt bereits jene schöpferische Kraft erahnen, die Beethoven bald zu einem der bedeutendsten Symphoniker der Musikgeschichte machen wird.
Einige Jahrzehnte später sitzt Frédéric Chopin in einem Pariser Salon am Klavier. Unter seinen Händen verwandelt sich die Polonaise – einst höfischer Tanz Polens – in ein virtuoses, heroisches Konzertstück. Besonders die berühmte Polonaise As-Dur op. 53 entfaltet monumentale Energie: machtvolle Bässe, strahlende Akkorde und ein stolzer, vorwärtsdrängender Rhythmus. Zeitgenossen berichten sogar, Chopin habe beim Komponieren visionär gepanzerte Reiter vor sich gesehen – ein Bild, das die heroische Aura dieser Musik eindrucksvoll widerspiegelt.
Den farbenreichen Abschluss bildet die Musik zu Henrik Ibsens Schauspiel Peer Gynt, komponiert von Edvard Grieg. Aus diesem Werk stammen zwei der bekanntesten Klangbilder der romantischen Orchesterliteratur: die lyrische „Morgenstimmung“, in der sich der Sonnenaufgang in zarten Holzbläserlinien entfaltet, und die geheimnisvolle „Halle des Bergkönigs“, deren Musik sich aus einem leisen Motiv zu einem mitreißenden Klangwirbel steigert.
So entfaltet sich im prachtvollen Cuvilliés-Theater ein musikalischer Bogen von klassischer Eleganz über romantische Virtuosität bis hin zu farbenreicher nordischer Klangfantasie – ein festlicher Konzertabend voller Glanz, Emotion und musikalischer Entdeckungen.
Meisterkonzert im Max-Joseph Saal bei Kerzenschein
Mozart: Fagottkonzert
Haydn: Symphonie “La chasse”
J. Strauß: “Fledermaus”-Ouvertüre
J. Strauß: “Frühlingsstimmen” - Walzer
J. Strauß: “An der schönen blauen Donau” - Walzer
J. Strauß: “Tritsch-Tratsch”, “Pizzicato” & weitere Schnellpolkas
Kaspar Reh - Fagott & Residenz-Solisten
Wien und Johann Strauß – Ein Abend voller Walzerzauber
Tauchen Sie ein in die elegante Welt des alten Wien: Im prachtvollen Max-Joseph-Saal der Münchner Residenz erleben Sie einen Konzertabend voller Charme, Lebensfreude und musikalischem Glanz.
Wenn die Königslüster im warmen Kerzenschein erstrahlen, der prachtvolle Stuck des historischen Saales leuchtet und die ersten Takte erklingen, entsteht eine Atmosphäre von ganz besonderem Zauber. Für einen Abend scheint die Zeit stillzustehen – und Wien mit seinem unverwechselbaren Charme wird lebendig.
Mozarts Fagottkonzert eröffnet den Abend mit klassischer Eleganz und heiterer Virtuosität. Es folgt Haydns temperamentvolle Symphonie „La chasse“, voller Jagdrufe, rhythmischer Energie und feinem musikalischem Witz.
Dann gehört die Bühne ganz dem Walzerkönig Johann Strauß: Die spritzige „Fledermaus“-Ouvertüre entführt unmittelbar in die glanzvolle Welt der Wiener Operette. Mit den „Frühlingsstimmen“ beginnt ein musikalischer Frühling voller Leichtigkeit und schwebender Walzermelodien.
Und spätestens bei „An der schönen blauen Donau“ ist Wien ganz nah: Der berühmteste Walzer der Welt entfaltet seine unvergleichliche Eleganz und lässt den Zauber der kaiserlichen Donaumetropole vor dem inneren Auge entstehen.
Für ausgelassene Wiener Lebensfreude sorgen schließlich „Tritsch-Tratsch“, „Pizzicato“ und weitere temperamentvolle Schnellpolkas – spritzig, virtuos und mit jenem Augenzwinkern, das die Musik von Johann Strauß so unwiderstehlich macht.
Ein Abend wie in Wien
Unter funkelnden Königslüstern und bei Kerzenschein wird dieses Konzert zu einem besonderen gesellschaftlichen Erlebnis: festliche Klassik, Wiener Lebensfreude und die prachtvolle Atmosphäre der Münchner Residenz verbinden sich zu einem Abend voller Eleganz und Esprit.
Lassen Sie sich verführen von Mozart, Haydn und dem Walzerkönig Johann Strauß – und genießen Sie Wien für einen Abend im königlichen Glanz des Max-Joseph-Saales.
Festkonzert bei Kerzenschein in der Allerheiligen Hofkirche der Residenz
Mozart: Requiem
Mozart: Ouvertüre aus “Don Giovanni”
Residenz-Solisten
Wolfgang Amadeus Mozart: Requiem d-Moll (KV 626)
Zwischen Genie, Wahn und einem mysteriösen Auftrag
Das Requiem ist Mozarts letztes Werk – und zugleich eines der größten Rätsel der Musikgeschichte. Kaum eine andere Komposition ist so eng mit Legenden verwoben wie diese Totenmesse, an der Wolfgang Amadeus Mozart bis zu seiner letzten Lebensstunde im Dezember 1791 arbeitet.
Der „Graue Bote“ und die dunkle Vorahnung
Die Entstehungsgeschichte liest sich wie ein Kriminalfall. Eines Tages erscheint bei Mozart ein unbekannter, dunkel gekleideter Bote und bestellt anonym ein Requiem. Mozart ist zu diesem Zeitpunkt bereits gesundheitlich stark geschwächt, und die geheimnisvolle Bestellung beschäftigt ihn zunehmend. Schließlich steigert er sich in die Vorstellung hinein, ein Bote aus dem Jenseits habe ihm die Nachricht seines eigenen Todes überbracht.
„Ich schreibe mir mein eigenes Grablied“, soll er sagen.
Tatsächlich steckt hinter dem geheimnisvollen Auftraggeber jedoch der Verwalter des Grafen Walsegg-Stuppach. Der exzentrische Graf lässt häufig Werke bei Komponisten schreiben, um sie später unter seinem eigenen Namen aufzuführen. Auch das Requiem möchte er erwerben – als angebliche eigene Komposition.
Ein unvollendetes Vermächtnis
Mozart stirbt, während er noch an der Partitur arbeitet. Beim Lacrimosa bricht die Niederschrift ab. Was er hinterlässt, ist ein Fragment: Die Anfangsteile sind vollständig instrumentiert, doch viele spätere Abschnitte existieren nur als Skizzen oder Gesangslinien.
Mozarts Witwe Constanze steht nun vor einem Problem. Um das vereinbarte Honorar zu erhalten, muss das Werk vollendet werden. Sie beauftragt schließlich Mozarts Schüler Franz Xaver Süßmayr, die Partitur fertigzustellen. Süßmayr arbeitet eng mit Mozarts Skizzen und übernimmt teilweise sogar dessen Notenschrift – so überzeugend, dass der Auftraggeber die Ergänzungen akzeptiert.
Klangwelt der Ewigkeit
Musikalisch entfaltet das Requiem eine düstere, feierliche Klangwelt. In der dramatischen Tonart d-Moll entsteht ein Werk von außergewöhnlicher Schönheit und Intensität – ein musikalischer Grenzraum zwischen menschlicher Angst, Gericht und Hoffnung auf Erlösung.
Ouvertüre zu Don Giovanni
Auch die Ouvertüre zur Oper Don Giovanni beginnt in derselben düsteren Tonart d-Moll. Mit gewaltigen, fast dantesken Akkorden fährt die Musik in den Raum – ein unheilvolles Vorzeichen für das spätere Erscheinen des „Steinernen Gastes“. Kurz darauf bricht ein rastloses, fiebriges Allegro los, das die dämonische Energie der Oper spürbar macht.
Die Ouvertüre verdichtet bereits alles, was das Werk auszeichnet: Tragik und Komik, Bedrohung und Lebenslust.
Mozart komponiert sie unter enormem Zeitdruck. Der Überlieferung nach schreibt er die Partitur erst in der Nacht vor der Uraufführung 1787 in Prag. Während er arbeitet, hält ihn seine Frau Constanze mit Geschichten und Punsch wach. Am nächsten Morgen erhalten die Kopisten die frisch geschriebenen Noten – und am Abend muss das Orchester das komplexe Stück praktisch vom Blatt spielen.
Es ist ein typischer Mozart-Moment: Genialität im Wettlauf mit der Zeit.
Meisterkonzert im Max-Joseph Saal bei Kerzenschein
Vivaldi: „Die vier Jahreszeiten“ – gesamt
Mozart: Eine kleine Nachtmusik
Corelli: Weihnachtskonzert
Händel: Concerto grosso
Pachelbel: Kanon
Residenz-Solisten
Ein musikalischer Winterabend voller Glanz
Vivaldis farbenprächtige „Vier Jahreszeiten“, Mozarts vollendete Leichtigkeit und die festlichen Klänge von Corelli, Händel und Pachelbel verbinden sich zu einem Konzertabend voller Virtuosität, Wärme und vorweihnachtlicher Atmosphäre.
Im prachtvollen Max-Joseph-Saal, unter funkelnden Königslüstern und bei Kerzenschein, wird daraus ein besonderes Erlebnis: große Musik in einem Ambiente, das den Zauber der Weihnachtszeit auf einzigartige Weise zum Leuchten bringt.
Vivaldi: „Die vier Jahreszeiten“
Kaum ein Werk lässt die Natur so unmittelbar und farbenreich erklingen wie Vivaldis „Vier Jahreszeiten“. In den vier Violinkonzerten entfaltet sich ein faszinierendes Panorama aus Vogelgesang und Frühlingsbrisen, sommerlicher Hitze und aufziehenden Gewittern, herbstlicher Lebensfreude und der stillen Kälte des Winters. Virtuose Passagen, leuchtende Klangfarben und unverwechselbare Melodien machen dieses Meisterwerk zu einem immer wieder neuen Erlebnis – voller Bewegung, Poesie und italienischer Lebensfreude.
Mozart: Eine kleine Nachtmusik
Mit ihrer heiteren Eleganz und vollendeten Klarheit gehört Mozarts „Eine kleine Nachtmusik“ zu jenen Werken, die vom ersten Ton an verzaubern. Leichtfüßig, charmant und von scheinbar müheloser musikalischer Perfektion entfaltet sie eine ganz eigene Atmosphäre zwischen festlicher Geselligkeit und feiner klassischer Noblesse. Ein zeitloser Mozart-Moment, der Leichtigkeit und Lebensfreude auf vollendete Weise verbindet.
Corelli: Weihnachtskonzert
Mit Corellis Weihnachtskonzert hält die besondere Stimmung des Advents Einzug. Warme Streicherklänge, feine melodische Linien und festliche Eleganz verbinden sich zu einer Musik von inniger Schönheit. Das Werk, das traditionell mit der Weihnachtszeit verbunden ist, vermittelt jene stille Vorfreude und Wärme, die den Advent so besonders macht – festlich und zugleich wunderbar behutsam.
Händel: Concerto grosso
Händels Concerto grosso steht für die prachtvolle Klangwelt des Barock. Im lebendigen Wechselspiel zwischen solistischen Stimmen und dem Ensemble entsteht ein musikalischer Dialog von großer Virtuosität und festlicher Strahlkraft. Elegante Linien, kraftvolle Akzente und die charakteristische Grandezza Händels verleihen dem Werk eine majestätische Präsenz – Musik, die gerade im festlichen Ambiente ihre ganze Wirkung entfaltet.
Pachelbel: Kanon
Pachelbels Kanon berührt durch seine schlichte, vollkommene Schönheit. Über dem ruhig schreitenden harmonischen Fundament entfaltet sich eine Melodie, die sich immer weiter verdichtet und zu einem warmen, schwebenden Klangbild wächst. Von zeitloser Eleganz und großer emotionaler Unmittelbarkeit, schenkt der Kanon einen stillen Moment des Innehaltens – und lässt den Konzertabend auf besonders schöne Weise ausklingen.
Festkonzert bei Kerzenschein
Fünf Klavierkonzerte
J.S.Bach: Klavierkonzert Nr.1 D-Moll BWV 1052
J.S.Bach: Klavierkonzert Nr.2 E-Dur BWV 1053
J.S.Bach: Klavierkonzert Nr.3 D-Dur BWV 1054
J.S.Bach: Klavierkonzert Nr.4 A-Dur BWV 1055
J.S.Bach: Klavierkonzert Nr.5 F-Moll BWV 1056
Collins Tanujaya, Dongqi Zhang, Naoe Sasaki, Carles Diaz Morros, Rezi Marshania - Klavier & Residenz-Solisten
Die Allerheiligen Hofkirche erstrahlt im warmen Schein von Kerzen und öffnet ihren Saal für ein außergewöhnliches musikalisches Erlebnis: die fünf großen Bach Klavierkonzerte, meisterhaft interpretiert von Collins Tanujaya, Dongqi Zhang, Naoe Sasaki, Carles Díaz Morros und Rezi Marshania, begleitet von den Residenz Solisten.
Das Klavierkonzert Nr. 1 d-Moll, BWV 1052, von Johann Sebastian Bach gilt als eines der kraftvollsten und technisch anspruchsvollsten Werke der Barockmusik. Ursprünglich vermutlich als Violinkonzert konzipiert, besticht es durch seine dramatische Energie und fast schon moderne Virtuosität.
Im Vergleich zum eher herben 1. Klavierkonzert wirkt das Klavierkonzert Nr. 2 in E-Dur, BWV 1053 deutlich heller, pastoraler und gelöster und ist ein Paradebeispiel für Bachs meisterhafte Technik der Parodie. Es hat einen leuchtenden, tänzerischen Charakter mit federnden Rhythmen und eleganten Melodien der die Sinne erfrischt.
Majestätisch und strahlend erklingt das Klavierkonzert Nr. 3 in D-Dur (BWV 1054) von Johann Sebastian Bach ist eine Transkription seines berühmten Violinkonzerts in E-Dur (BWV 1042). Bach erstellte diese Fassung vermutlich zwischen 1738 und 1739 für die Konzerte des Collegium Musicum in Leipzig, wo er selbst den Solopart am Cembalo übernahm dessen prächtige Harmonien und dynamische Wechsel den Raum mit Energie erfüllen.
Das elegante Klavierkonzert Nr. 4 in A-Dur, BWV 1055 von Johann Sebastian Bach ist eines seiner strahlendsten und lebhaftesten Werke für Tasteninstrument. Es besticht durch subtile Kontrapunkte und funkelnde Klavierpassagen, die die Streicher kunstvoll ergänzen.
Den krönenden Abschluss bildet das innig-expressive Klavierkonzert Nr. 5 in F-Moll, BWV 1056, dessen leidenschaftliche Dramatik und poetische Zartheit noch lange nachklingen.
In der intimen Atmosphäre des Kerzenscheins verschmelzen Musik, Licht und historische Architektur zu einem unvergesslichen Erlebnis. Jeder Ton wird zur Kostbarkeit, jede Phrase zur Einladung, Bachs Klangwelt mit allen Sinnen zu genießen.
