Schloss Schleißheim
Festkonzert auf Schloss Schleißheim
Eine kurze Einführung:
England - eine "Nation ohne Musik"? Allein Henry Purcell, den man schon zu Lebzeiten den "englischen Orpheus" nannte, ist bestens geeignet, diesem alten Vorurteil zu widersprechen. Zunächst Organist an der Westminster Abbey in London, bereicherte er die englische Hofkultur mit seinen weltlichen und geistlichen Werken und schuf, fast nebenbei, die erste englische Oper. Auch aus gesamteuropäischer Sicht gehört Purcell zum Besten, was das musikalische 17. Jahrhundert aufzuweisen hat. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts übertraf Carl Philipp Emanuel Bach seinen Vater Johann Sebastian bei weitem an Popularität. Als Hamburger Musikdirektor war er zunächst für die Musik an den fünf Hauptkirchen der Hansestadt zuständig, darüberhinaus förderte er auch das Aufblühen eines bürgerlichen Konzertwesens. Die dafür komponierten sog. "Hamburger Sinfonien", reich an überraschenden Affektwechseln, zeigen den zweitältesten Bach-Sohn als leidenschaftlichen Stürmer und Dränger am Vorabend der Klassik.
Das Neue Schloss Schleißheim mit seinem wundervollen barocken Hofgarten ließ Kurfürst Max Emanuel nach dem Vorbild von Versailles – in der Hoffnung die Kaiserwürde zu erlangen – ab 1701 errichten.
Programm
Vivaldi: „Die vier Jahreszeiten“ gesamt
C.P.E. Bach: Sinfonia G-Dur
Purcell: Orchestersuite
Mozart: Cembalokonzert D-Dur
Paolo Tagliamento - Solovioline & Residenz-Solisten
