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Meisterkonzert im Herkulessaal
Vivaldi: „Die vier Jahreszeiten“ - Ausschnitte
BEETHOVEN: SYMPHONIE NR.9 D-MOLL
Residenz-Solisten
Ein atemberaubendes Konzert, das die Grenzen von Zeit und Emotionen sprengt und zwei absolute Meilensteine der Musikgeschichte aufeinanderreffen lässt!
Zunächst werden ausgewählte Ausschnitte aus Antonio Vivaldis weltberühmten „Vier Jahreszeiten“ gespielt. Lassen Sie sich von der barocken Frische, dem virtuosen Geigenspiel und den musikalischen Naturmalereien – vom sanften Frühlingsregen bis zum eisigen Wintersturm – in eine andere Welt entführen.
Im Mittelpunkt des Abends steht dann Ludwig van Beethovens monumentale Symphonie Nr. 9, ein Werk von ungeheurer historischer und emotionaler Tragweite. Beethoven sprengt hier alle bisherigen Dimensionen der Symphonie und führt die Musiker zu einer beispiellosen Apotheose. Von den mystischen, schwellenden Klängen des Beginns über den rhythmisch treibenden, kraftvollen zweiten Satz und die tief berührenden Momente des langsamen Satzes bis hin zur ultimativen Feier der universellen Brüderlichkeit und Freude: Diese Sinfonie ist ein revolutionäres Menschheitsdokument und ein akustisches Monument, das tief unter die Haut geht.
Genießen Sie die faszinierende Verbindung aus barocker Eleganz und romantisch-revolutionärer Wucht.
Sonderkonzert an Karfreitag
Haydn: Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze - in der Fassung für Streichquartett gewidmet dem Erzbischof von Cádiz.
Joseph Haydns Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze gehört zu den bedeutendsten geistlichen Werken des späten 18. Jahrhunderts und vereint tiefes religiöses Empfinden mit meisterhafter kompositorischer Klarheit. Ursprünglich 1786 für die Karfreitags-Liturgie in Cádiz als orchestrale Meditation über die sieben Worte Jesu am Kreuz komponiert, entstand später die Bearbeitung für Streichquartett, gewidmet dem Erzbischof von Cádiz. Diese Fassung eröffnet eine besonders intime und konzentrierte Perspektive auf Haydns musikalische Vision.
Das Werk gliedert sich in acht Sätze: sieben Meditationssätze, jeweils einem der letzten Worte Jesu gewidmet, und ein abschließender „Sonntagssatz“ als Instrument der Auferstehung und Hoffnung. Jeder Satz ist sorgfältig gestaltet, um den Ausdruck, die Harmonie und den emotionalen Gehalt der jeweiligen Worte zu reflektieren:
„Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun“ – Ein ergreifender, langsamer Satz, der die Demut und das Mitgefühl Jesu widerspiegelt.
„Heute wirst du mit mir im Paradies sein“ – Sanfte Melodik und lyrische Spannungsbögen erzeugen eine Atmosphäre der Verheißung und inneren Ruhe.
„Frau, siehe, dein Sohn“ – Ausdrucksstarke Dialoge zwischen den Stimmen des Quartetts lassen das zwischenmenschliche Moment lebendig werden.
„Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ – Der dramatischste Satz, geprägt von emotionaler Intensität, Dissonanzen und Klangverdichtung, spiegelt Schmerz und menschliche Verzweiflung wider.
„Mich dürstet“ – Schlichtheit, Atem und rhythmische Klarheit symbolisieren die menschliche Verletzlichkeit und Sehnsucht.
„Es ist vollbracht“ – Ein Satz von würdevoller Gelassenheit, der den Höhepunkt des Opfers und die Erfüllung des göttlichen Willens beschreibt.
„Vater, in deine Hände befehle ich meinen Geist“ – Harmonische Ruhe und meditative Atmosphäre führen in die spirituelle Sammlung und das Loslassen.
Sonatensatz / „Terremoto“ – Das abschließende Allegro, ursprünglich als Instrument der Auferstehung konzipiert, vermittelt Hoffnung, Licht und die endgültige Transzendenz.
Haydns Streichquartettfassung verdichtet die Wirkung des Originals, indem sie die orchestrale Pracht auf das intime Format von zwei Violinen, Viola und Violoncello überträgt. Jede Stimme übernimmt sowohl melodische als auch harmonische Verantwortung, wodurch der Hörer unmittelbarer an der inneren Entwicklung der Musik teilhat. Die Balance zwischen strengem Aufbau, emotionaler Tiefe und dramatischer Gestaltung macht diese Fassung zu einem Meisterstück nicht nur der Kammermusik, sondern auch der geistlichen Musik überhaupt.
Die Interpretation dieses Werkes verlangt von den Musikern sowohl technische Präzision als auch ein tiefes Verständnis der spirituellen Dimensionen. Die Streichquartettfassung erlaubt es, das Werk auf sehr persönliche, fast kontemplative Weise zu erleben. In jedem Klang, in jeder Phrasierung wird Haydns Fähigkeit spürbar, universelle menschliche Emotionen – Trauer, Mitgefühl, Hoffnung, Transzendenz – in die Sprache der Musik zu übersetzen.
Mit dieser Komposition gelingt Haydn das seltene Kunststück, die meditative Kraft geistlicher Musik mit der Intimität und Spannung kammermusikalischer Form zu vereinen. Das Ergebnis ist ein Werk von zeitloser Schönheit und emotionaler Tiefe, das Zuhörerinnen und Zuhörer sowohl ergreift als auch zur inneren Reflexion einlädt.
Klassik im Museum im Mars-Venus Saal des Nationalmuseums
Vivaldi: Harfenkonzert
Vivaldi: Flötenkonzert „La tempesta di mare“
Mozart: Arien aus „Die Zauberflöte“ & "Die Hochzeit des Figaro“
Haydn: Konzert für Flöte und Harfe
Smetana: Die Moldau
Bizet: Carmen-Fantasy
J.Schöllhorn - Flöte, E.Jaulmes - Harfe & Residenz Solisten
Der Eintritt in das Museum ist im Preis inbegriffen und eine Besichtigung am Konzerttag möglich.
Meisterkonzert im Max-Joseph Saal bei Kerzenschein zu Ostern
Vivaldi: Harfenkonzert
Haydn: Konzert für Flöte und Harfe - Allegro
Mozart: Konzert für Flöte und Harfe
Bizet: Carmen-Fantasy
Debussy: Danse sacrée et danse profane
Smetana: Die Moldau
Janine Schöllhorn - Flöte, Emilie Jaulmes – Harfe & Residenz Solisten
Erleben Sie einen Abend voller musikalischer Magie, der die zauberhaften und schwebenden Klänge von Harfe und Flöte in den Mittelpunkt stellt. Die Residenz Solisten präsentieren gemeinsam mit zwei herausragenden Solistinnen ein abwechslungsreiches Programm, das von barocker Anmut über klassische Eleganz bis hin zu impressionistischer und spätromantischer Klangpracht reicht.
Den Auftakt macht Antonio Vivaldis feinsinniges Harfenkonzert, das den barocken Reichtum in glitzernden, perlenden Klangmustern einfängt. Es folgt Joseph Haydns spritziges Konzert für Flöte und Harfe (Allegro), das die beiden Soloinstrumente in einen lebendigen Dialog treten lässt.
Im Zentrum des Abends steht Wolfgang Amadeus Mozarts einzigartiges Konzert für Flöte und Harfe. Es besticht durch seine unerhörte Farbvielfalt, betörende Melodien und eine spielerische Leichtigkeit, die das Publikum sofort in ihren Bann zieht.
Nach der Pause entführt Claude Debussys mystische Danse sacrée et danse profane in sphärische Klangwelten, bevor die virtuose Carmen-Fantasy spanisches Temperament und höchste technische Brillanz versprüht. Den glanzvollen Schlusspunkt setzt Bedřich Smetanas berühmte Tondichtung Die Moldau, die den Lauf des tschechischen Stroms in all seiner landschaftlichen und emotionalen Vielfalt nachzeichnet.
