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Schloss Nymphenburg - Johannissaal
Mozart: Klaviersonate, KV 332
Chopin: Scherzo, op. 31
Brahms: Sonate f-Moll op. 5
Residenz-Solist: Anton Bondarenko - Klavier
Diese Konzertreihe dient als Hommage an Mozart, der als 7-jähriger mit seiner Schwester Nannerl beim Kurfürsten Maximilian III. in Schloss Nymphenburg mit großem Erfolg konzertierte und damit in die Geschichte einging.
Wolfgang Amadeus Mozart – Klaviersonate Nr. 13 B-Dur, KV 332
Diese Sonate gehört zu Mozarts großen mittleren Sonaten und entstand um 1778 in einer Phase künstlerischer Reife. Der erste Satz besticht durch eine lebendige Themenführung, rhythmische Eleganz und klare klassische Form. Das Andante bietet lyrische Ruhe, zarte melodische Gestaltung und eine subtile Ausdruckstiefe, während das abschließende Allegro vivace durch spritzige Virtuosität, kontrastreiche Figuren und ein beschwingtes Finale die Sonate auf spielerische Weise abrundet. Die Kombination aus melodischer Schönheit, formaler Klarheit und pianistischem Einfallsreichtum macht diese Sonate zu einem Klassiker des Mozart-Repertoires.
Frédéric Chopin – Scherzo Nr. 2 B-Dur, Op. 31
Chopins zweites Scherzo ist ein Paradebeispiel für seine Fähigkeit, dramatische Dringlichkeit mit lyrischer Sensibilität zu verbinden. Der erste Abschnitt entfaltet stürmische, kraftvolle Gesten, während das Mittelfeld mit gesanglicher Melodik und expressiver Ruhe kontrastiert. Rhythmische Raffinesse, überraschende harmonische Wendungen und virtuose Passagen machen das Stück sowohl zu einer technischen als auch zu einer interpretatorischen Herausforderung. Trotz der scherzhaften Bezeichnung vermittelt es eine tief emotionale und poetische Intensität.
Johannes Brahms – Klaviersonate Nr. 1 f-Moll, Op. 5
Brahms’ erste Klaviersonate, komponiert 1853, gehört zu den kraftvollsten und ausdrucksstärksten Werken seines frühen Schaffens. Der erste Satz beeindruckt durch heroische Dramatik, motivische Verdichtung und energische Rhythmen. Das Adagio zeigt lyrische Intimität und tiefes poetisches Empfinden, während das Finale mit virtuosen Läufen, dramatischer Spannung und einem triumphalen Ausdruck das Werk zu einem emotionalen Höhepunkt führt. Die Sonate kombiniert technische Virtuosität mit dichter musikalischer Sprache und gilt als wegweisendes Meisterwerk der romantischen Klavierliteratur.
Max-Joseph-Saal der Residenz
Vivaldi: „Die vier Jahreszeiten“ - gesamt
Boccherini: „Fandango“ & „Madrid“ für Gitarre & Streicher
Albeniz: „Asturias“ und weitere berühmte spanische Kompositionen für Gitarre
Mon-Fu Lee - Violine, Leonard Becker -Gitarre & Residenz-Solisten
Spanisch-Italienische Nacht – Ein musikalischer Abend voller Sonne und Leidenschaft
Beginnen wir im barocken Venedig, wo der „rote Priester“ Antonio Vivaldi mit seinen „Vier Jahreszeiten“ Musikgeschichte schrieb. Er war ein Meister darin, die Natur ohne ein einziges Wort sprechen zu lassen. Er war ein Virtuose, der die Grenzen der Violine ausreizte. Die „Vier Jahreszeiten“ sind mehr als nur eine Melodie; es ist ein immersives Erlebnis, das die Erneuerung der Natur direkt in den Konzertsaal bringt.
Isaac Albéniz:„Asturias“Obwohl der Titel „Asturias“ den grünen Norden Spaniens suggeriert, atmet dieses Stück jede Faser des andalusischen Südens. Ursprünglich 1892 für Klavier komponiert, wurde es durch die Transkription für Gitarre – ein Instrument, für das Albéniz oft „auf den Leib“ schrieb – zu einer Ikone der spanischen Musik. Albéniz nannte es ursprünglich schlicht „Leyenda“ (Legende) – ein passender Name für ein Werk, das heute zu den weltweit bekanntesten Melodien der klassischen Musik zählt.
Luigi Boccherinis heimliches Meisterwerk: „La Musica Notturna delle Strade di Madrid“ Stellen Sie sich vor, Sie sitzen an einem offenen Fenster in einer lauen Sommernacht des Jahres 1780. Draußen, in den verwinkelten Gassen Madrids, erwacht ein ganz eigenes Leben. Luigi Boccherini, der italienische Virtuose im spanischen Exil, fängt diese flüchtigen Momente in seinem Streichquintett Op. 30 Nr. 6 ein – ein Werk so exklusiv, dass er glaubte, niemand außerhalb Spaniens könne seinen Zauber wirklich verstehen. Dieses Stück ist mehr als Kammermusik; es ist ein akustisches Gemälde, das die Grenze zwischen Konzertsaal und Straße auflöst. Tauchen Sie ein in eine Welt aus Schatten, Licht und dem unbändigen Rhythmus des alten Spaniens.
Sein berühmter „Fandango“ ist dabei eine regelrechte Provokation des Hofetiketts: Er brachte den leidenschaftlichen, fast schon verführerischen Volkstanz der Straße in die Kammermusik und krönte ihn oft mit dem klappernden Rhythmus echter Kastagnetten.
Rollstuhlfahrerplätze aufgrund begrenzter Kapazitäten nur auf Anfrage.
Bayerisches Nationalmuseum
Vivaldi: „Die vier Jahreszeiten“ - Ausschnitte
Boccherini: „Fandango“, „Madrid“ für Gitarre & Streicher
Albeniz: „Asturias“ und weitere berühmte spanische Kompositionen für Gitarre
Leonard Becker - Gitarre & Residenz-Solisten
Spanisch-Italienische Nachmittag– Ein musikalischer Nachmittag voller Sonne und Leidenschaft
Beginnen wir im barocken Venedig, wo der „rote Priester“ Antonio Vivaldi mit seinen „Vier Jahreszeiten“ Musikgeschichte schrieb. Er war ein Meister darin, die Natur ohne ein einziges Wort sprechen zu lassen. Er war ein Virtuose, der die Grenzen der Violine ausreizte. Die „Vier Jahreszeiten“ sind mehr als nur eine Melodie; es ist ein immersives Erlebnis, das die Erneuerung der Natur direkt in den Konzertsaal bringt.
Isaac Albéniz:„Asturias“Obwohl der Titel „Asturias“ den grünen Norden Spaniens suggeriert, atmet dieses Stück jede Faser des andalusischen Südens. Ursprünglich 1892 für Klavier komponiert, wurde es durch die Transkription für Gitarre – ein Instrument, für das Albéniz oft „auf den Leib“ schrieb – zu einer Ikone der spanischen Musik. Albéniz nannte es ursprünglich schlicht „Leyenda“ (Legende) – ein passender Name für ein Werk, das heute zu den weltweit bekanntesten Melodien der klassischen Musik zählt.
Luigi Boccherinis heimliches Meisterwerk: „La Musica Notturna delle Strade di Madrid“ Stellen Sie sich vor, Sie sitzen an einem offenen Fenster in einer lauen Sommernacht des Jahres 1780. Draußen, in den verwinkelten Gassen Madrids, erwacht ein ganz eigenes Leben. Luigi Boccherini, der italienische Virtuose im spanischen Exil, fängt diese flüchtigen Momente in seinem Streichquintett Op. 30 Nr. 6 ein – ein Werk so exklusiv, dass er glaubte, niemand außerhalb Spaniens könne seinen Zauber wirklich verstehen. Dieses Stück ist mehr als Kammermusik; es ist ein akustisches Gemälde, das die Grenze zwischen Konzertsaal und Straße auflöst. Tauchen Sie ein in eine Welt aus Schatten, Licht und dem unbändigen Rhythmus des alten Spaniens.
Sein berühmter „Fandango“ ist dabei eine regelrechte Provokation des Hofetiketts: Er brachte den leidenschaftlichen, fast schon verführerischen Volkstanz der Straße in die Kammermusik und krönte ihn oft mit dem klappernden Rhythmus echter Kastagnetten.
Hofkapelle der Residenz
Wechselndes Programm
Münchens beliebte Residenzkonzerte - ganzjährig jeden Samstag
Bei der Residenz Serenade kommen die Besucher im Rahmen einstündiger Konzerte in den Genuss von Meisterwerken der Klassik für Einsteiger, Kenner und Liebhaber. Gespielt werden Werke u.a. von Bach über Vivaldi, Händel, Albinoni, Haydn, Mozart bis Rossini. Für Unterhaltung auf höchstem Niveau sorgen die Residenz-Solisten, u.a. bestehend aus Mitgliedern der Münchner Philharmoniker. Die historische Atmosphäre der Hofkapelle, in der schon W.A. Mozart konzertierte, entführt im Einklang mit der Musik die Zuhörer in längst vergangene Zeiten.
In der Hofkapelle ist es auch in der warmen Jahreszeit kühl. Bitte ziehen Sie sich warm an.
Schloss Schleißheim
Beethoven: Violinkonzert D-Dur
Paganini: “La Campanella”
Mozart: Symphonie Nr.38 „Prager“
Strauß: “Frühlingsstimmen”-Walzer
Simon Zhu - Solovioline & Residenz-Solisten
In der prunkvollen Stille von Schloss Schleißheim senkt sich der Abend wie ein sehnlicher Klangvorhang. Hier betritt Simon Zhu, ein Geiger von heute mit der narrativen Kraft alter Meister, die Bühne. Aus seiner Vita: Es war ein Moment für die Geschichtsbücher: Am 15. Oktober 2024 verwandelte sich die ehrwürdige Londoner Guildhall in eine Bühne für ein Ereignis der Superlative. Zum 120. Jubiläum des London Symphony Orchestra traf musikalische Brillanz auf höchste staatliche Ehre. Im Zentrum des Rampenlichts stand der junge Simon Zhu, doch er war nicht allein. In seinen Händen hielt er eine Legende: die „Il Cannone“. Diese Guarneri del Gesù von 1743 – das „Donnerrohr“, auf dem einst Niccolò Paganini die Welt in Staunen versetzte – verließ für diesen Anlass ihren Tresor in Genua. Dass Simon Zhu dieses italienische Nationalheiligtum spielen durfte, gleicht einem Ritterschlag. Unter dem leidenschaftlichen Dirigat von Sir Antonio Pappano entfesselte Zhu die Seele der „Il Cannone“. Und das vor den Augen eines ganz besonderen Gastes: König Charles III. erschien überraschend, um seinem LSO die Ehre zu erweisen.
Mozarts Symphonie Nr. 38 ist kein bloßes Unterhaltungsstück des 18. Jahrhunderts. Sie markiert den Übergang zum „späten“ Mozart – technisch höchst anspruchsvoll, emotional tiefgründig und formal radikal. Sie ist ein Beweis für die besondere Symbiose zwischen dem Komponisten und seinem Prager Publikum.
Wien ist unterkühlt, aber Prag brennt! Mozart landet 1787 in der Stadt und stellt fest: Er ist ein Superstar. „Mein Figaro wird hier überall gespielt“, schreibt er begeistert. Als Gastgeschenk hat er die Symphonie KV 504 im Koffer. Während seines Prag-Besuchs war Mozart kaum im Hotel. Er war auf so vielen Bällen und Partys eingeladen, dass er zwischendurch kaum zum Komponieren kam. Er sagte: „Hier wird nur von Figaro gesprochen, gespielt, getrallert und gepfiffen.“
Mozart lässt das obligatorische Menuett einfach weg. Keine Lust auf höfisches Getänze? Wahrscheinlicher ist: Die Symphonie ist so dramatisch und kompakt, dass ein gemütlicher Walzer den Flow zerstört hätte. Drei Sätze pure Energie – Mozarts musikalische Liebeserklärung an eine Stadt, die ihn endlich versteht.
Zum krönenden Abschluss das Beethoven Violinkonzert. Wien, 1806: Mit fünf leisen Paukenschlägen – einem musikalischen Herzschlag – revolutioniert Beethoven das Violinkonzert. Was wie ein Klopfen an der Pforte zur Moderne beginnt, entfaltet sich als gigantisches sinfonisches Drama. Die Violine ist hier kein bloßes Show-Instrument, sondern eine einsame, reine Stimme, die über den Wogen des Orchesters schwebt.
Vom meditativen Gebet des Mittelsatzes bis zum ekstatischen Jagdtanz des Finales fordert Beethoven alles: absolute technische Perfektion und die Tiefe eines Philosophen. Ein Hochseilakt zwischen klassischer Ordnung und romantischer Leidenschaft – bis heute der unerreichte Mount Everest der Geigenliteratur.
Die Uraufführung war ein riskanter Geniestreich: Weil Beethoven die Partitur erst in letzter Sekunde fertigstellte, musste der Solist Franz Clement seinen Part fast ohne Probe vom Blatt spielen. Trotz dieses kuriosen Starts blieb das Werk unerreicht – als der „Mount Everest“ der Musikliteratur, der den Hörer vom ersten Klopfen an in seinen Bann zieht.
Schloss Nymphenburg - Johannissaal
Mozart: Variationen für Klavier, KV 455
Schubert: Klaviersonate, D 958
Bach/Rachmaninov: Partita
Chopin: Etüde, op. 25 Nr. 11
Balakirev: Islamey
Residenz-Solist: Frank Fan Ming Ling - Klavier
Diese Konzertreihe dient als Hommage an Mozart, der als 7-jähriger mit seiner Schwester Nannerl beim Kurfürsten Maximilian III. in Schloss Nymphenburg mit großem Erfolg konzertierte und damit in die Geschichte einging.
Wolfgang Amadeus Mozart – Variationen für Klavier, KV 455
Mozarts Variationen KV 455, komponiert 1784, sind ein brillantes Beispiel seiner Fähigkeit, aus einem einfachen Thema eine Reihe von facettenreichen und kontrastreichen Variationen zu entwickeln. Jede Variation entfaltet neue harmonische Farben, rhythmische Feinheiten und melodische Überraschungen. Die Musik verbindet spielerische Leichtigkeit mit eleganter Raffinesse und bietet sowohl dem Interpreten als auch dem Publikum ein reichhaltiges Erlebnis von Ausdruck, Technik und kompositorischer Finesse.
Franz Schubert – Klaviersonate, D 958
Schuberts Klaviersonate in C-Moll, D 958, entstand 1828, in den letzten Monaten seines Lebens. Das Werk ist geprägt von tiefem Ausdruck, emotionaler Dramatik und lyrischer Schönheit. Die Sonate vereint Melancholie, innere Spannung und überraschende Ausbrüche von Licht und Optimismus, wodurch sie zu einem der bedeutendsten Werke der Spätromantik im Klavierrepertoire zählt. Schubert zeigt hier seine einzigartige Fähigkeit, narrative Tiefe und musikalische Form zu verbinden.
**Johann Sebastian Bach / Sergei Rachmaninov – Partita
In dieser Interpretation verschmilzt die barocke Klarheit von Bachs Partita mit Rachmaninovs romantischer Klangsprache. Die Partita entfaltet kontrapunktische Strukturen, die durch Rachmaninovs harmonische Farben, lyrische Bögen und virtuose Passagen eine neue Dimension der Ausdruckskraft gewinnen. Dieses Werk verbindet zwei Jahrhunderte Klaviermusik und eröffnet faszinierende Perspektiven auf Form, Stil und Emotion.
Frédéric Chopin – Etüde, op. 25, Nr. 11
Chopins „Winterwind“-Etüde ist ein Paradebeispiel für Virtuosität und expressive Kraft. Die stürmischen Arpeggios und der unaufhaltsame Fluss der Musik erzeugen die Vorstellung eines heftigen Wintersturms. Das Stück fordert höchste technische Präzision und rhythmische Kontrolle, bleibt aber zugleich ein zutiefst emotionales und poetisches Werk, das die dramatische Intensität der Romantik eindrucksvoll demonstriert.
Mily Balakirev – Islamey
Balakirevs Islamey gilt als eine der virtuosen Herausforderungen für Pianisten überhaupt. Das Werk, inspiriert von kaukasischer Volksmusik, kombiniert feurige Rhythmen, schnelle Läufe und kontrastreiche Themen. Die musikalische Energie, die exotischen Farben und die technischen Extreme machen Islamey zu einem spektakulären Abschluss eines Konzerts, der sowohl die Virtuosität der Pianistin/des Pianisten als auch die Aufmerksamkeit des Publikums fordert.
Hofkapelle der Residenz
Wechselndes Programm
Münchens beliebte Residenzkonzerte - ganzjährig jeden Samstag
Bei der Residenz Serenade kommen die Besucher im Rahmen einstündiger Konzerte in den Genuss von Meisterwerken der Klassik für Einsteiger, Kenner und Liebhaber. Gespielt werden Werke u.a. von Bach über Vivaldi, Händel, Albinoni, Haydn, Mozart bis Rossini. Für Unterhaltung auf höchstem Niveau sorgen die Residenz-Solisten, u.a. bestehend aus Mitgliedern der Münchner Philharmoniker. Die historische Atmosphäre der Hofkapelle, in der schon W.A. Mozart konzertierte, entführt im Einklang mit der Musik die Zuhörer in längst vergangene Zeiten.
In der Hofkapelle ist es auch in der warmen Jahreszeit kühl. Bitte ziehen Sie sich warm an.
Schloss Nymphenburg - Johannissaal
Mozart: Sonata in B Dur KV570
Granados: Goyescas I. Los Requiebros
Chopin: Etudes in a-moll „Winterwind“ Op.25 Nr.11
Schumann: Kreisleriana Op.16
Residenz-Solistin: Jielei Wang - Klavier
Diese Konzertreihe dient als Hommage an Mozart, der als 7-jähriger mit seiner Schwester Nannerl beim Kurfürsten Maximilian III. in Schloss Nymphenburg mit großem Erfolg konzertierte und damit in die Geschichte einging.
Wolfgang Amadeus Mozart – Klaviersonate, KV 570
Mozarts Klaviersonate in B-Dur, KV 570, komponiert 1789, zeigt die reife Klarheit und Eleganz seines späten klassischen Stils. Fließende Melodien, ausgewogene Strukturen und feinsinnige Harmonien schaffen eine Atmosphäre von Gelassenheit und Raffinesse. Die Sonate verbindet lyrische Schönheit mit subtiler rhythmischer Lebendigkeit und bietet der Interpretin oder dem Interpreten die Möglichkeit, sowohl nuancierten Ausdruck als auch präzise Artikulation zu entfalten – ein eindrucksvolles Beispiel für Mozarts Meisterschaft.
Robert Schumann – Kreisleriana, op. 16
Schumanns Kreisleriana ist ein Meisterwerk der romantischen Klavierliteratur, inspiriert vom exzentrischen literarischen Charakter Johannes Kreisler. 1838 komponiert, wechseln stürmische, leidenschaftliche Episoden mit zarten, verspielten Passagen. Die dramatischen Kontraste und die emotionale Intensität spiegeln Schumanns imaginative Kraft wider und entführen das Publikum in eine zutiefst persönliche und expressive musikalische Welt.
Frédéric Chopin – Etüde, op. 25, Nr. 11 „Winterwind“
Chopins „Winterwind“-Etüde ist ein virtuos gestaltetes Werk von enormer technischer und expressiver Wirkung. Die wirbelnden Arpeggios, der unaufhaltsame Fluss und die dramatischen Kontraste rufen die Kraft und Kälte eines stürmischen Winters hervor. Über die technischen Anforderungen hinaus erzählt das Stück eine intensive emotionale Geschichte und gilt als Paradebeispiel romantischer Klaviermusik.
Hofkapelle der Residenz
Wechselndes Programm
Münchens beliebte Residenzkonzerte - ganzjährig jeden Samstag
Bei der Residenz Serenade kommen die Besucher im Rahmen einstündiger Konzerte in den Genuss von Meisterwerken der Klassik für Einsteiger, Kenner und Liebhaber. Gespielt werden Werke u.a. von Bach über Vivaldi, Händel, Albinoni, Haydn, Mozart bis Rossini. Für Unterhaltung auf höchstem Niveau sorgen die Residenz-Solisten, u.a. bestehend aus Mitgliedern der Münchner Philharmoniker. Die historische Atmosphäre der Hofkapelle, in der schon W.A. Mozart konzertierte, entführt im Einklang mit der Musik die Zuhörer in längst vergangene Zeiten.
In der Hofkapelle ist es auch in der warmen Jahreszeit kühl. Bitte ziehen Sie sich warm an.
Max-Joseph-Saal der Residenz
Mozart: Serenade “Eine kleine Nachtmusik”
Tschaikowski: Streicherserenade – Allegro & Walzer
Mendelssohn: „Sommernachtstraum“ - Suite
Rossini: Streicherserenade
Brahms: Ungarischer Tanz
Strauß: „An der schönen blauen Donau“-Walzer
Residenz-Solisten
Wenn im Juni die Abendsonne die Fassaden der Münchner Residenz in warmes Gold taucht und der Max-Joseph-Saal im sanften Glanz seiner Kronleuchter erstrahlt, ist es Zeit für eine Sommer-Serenade. Ein Konzert, das nicht nur Werke aneinanderreiht, sondern Stimmungen fließen lässt – von klassischer Klarheit bis zu romantischer Glut, von tänzerischer Leichtigkeit bis zu überschäumender Wiener Lebensfreude.
Den Auftakt bildet Wolfgang Amadeus Mozarts Serenade „Eine kleine Nachtmusik“, jenes unverwüstliche Meisterwerk, das seit Jahrhunderten wie ein klingendes Emblem des Wiener Klassikstils leuchtet. Schon mit den ersten markanten Akkorden des Allegro ist die Atmosphäre gesetzt: federnde Präzision, gläserne Klarheit und ein Spiel aus Licht und Schatten, das in den sanglichen Mittelsätzen zärtliche Innigkeit entfaltet. Hier zeigt sich die Kunst der Serenade als heitere, doch keineswegs oberflächliche Abendmusik – vielmehr als fein gearbeitete Miniatur voller Eleganz.
Mit der Streicherserenade von Pjotr Iljitsch Tschaikowski - auch russischer Mozart genannt -wechselt die Klangfarbe ins Spätromantische. Das Allegro im Mozart Stil erklingt leidenschaftlich und weit gespannt, mit jener typisch russischen Melancholie, die selbst in beschwingten Passagen einen Hauch Sehnsucht trägt. Der anschließende Walzer wirbelt durch den Saal – graziös, duftig, mit schimmernden Streicherteppichen, die das Publikum unwillkürlich in Bewegung versetzt. Es ist ein Tanz zwischen Noblesse und Gefühlstiefe.
FFelix Mendelssohn Bartholdys Suite aus dem „Sommernachtstraum“ führt in eine Welt flirrender Elfen, nächtlicher Verwirrungen und poetischer Verzauberung. Die Musik, inspiriert von Shakespeares Komödie, zeichnet mit silbrigen Holzbläserlinien und federnden Rhythmen ein Klangbild von märchenhafter Leichtigkeit. Doch stets bleibt ein Hauch romantischer Ironie spürbar, als lausche man einem Traum, der sich im Morgengrauen aufzulösen beginnt
Gioachino Rossinis Streicherserenade bringt italienische Brillanz ins Programm. Mit tänzerischem Esprit und funkelnder Virtuosität entfalten sich die Melodien in geschmeidigen Bögen. Rossinis Sinn für theatrale Effekte ist hier unverkennbar – selbst ohne Bühne entsteht ein dramatisches Spiel aus Spannung und augenzwinkernder Heiterkeit.
Zum glanzvollen Abschluss erklingt Johann Strauß’ Walzer „An der schönen blauen Donau“. Kaum ein Werk vermag das Lebensgefühl des 19. Jahrhunderts so unmittelbar heraufzubeschwören: schwebende Dreivierteltakte und eine Melodie, die sich weit und strahlend über den Raum erhebt. Wie ein musikalisches Feuerwerk breitet sich der Walzer aus, lässt den Sommerabend in festlichem Glanz erstrahlen und entlässt das Publikum beschwingt in die Nacht.
